NutzBAR: PG Tschüss Kohle

Die Projektgruppe (PG) Tschüss Kohle lädt alle Interessierten zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Es geht um: #TschuessKohle und den Pfad zum Kohleausstieg in Hamburg

Wie ist der aktuelle Stand, was sind die nächsten Schritte, wie kann und sollte die Bevölkerung in den weiteren Prozess eingebunden werden?

Die Veranstaltung wird digital über Big Blue Button angeboten.
Die Teilnehmer*innen-Zahl ist auf 15 Leute begrenzt.
Es wird ein Computer mit Audio/Video und einem Micro bzw. Headset benötigt.

Anmeldungen bitte bis zum 25.11. / 12 Uhr an kontakt@hamburg.global
Der Link zur Veranstaltung wird kurz vorher verschickt.

Hamburgs Ausstieg aus der Verbrennung von Kohle in den stadteigenen Kohleheizkraftwerken (KoHKW) ist das Ergebnis der erfolgreichen Volksinitiative „Tschüss Kohle“ aus 2019. Unklar ist jedoch noch, wie der Umsetzungspfad hin zur Umsetzung aussieht.

Als letztes zulässiges Datum gilt der 31.12.2030. Es besteht zwischen regierender Politik, zuständiger Behörde (BUKEA) und Klimaaktivisten Konsens, daß es schneller gehen soll. Schneller gehen muß.

Vom gesetzlich geregelten Hamburger Kohleausstieg bisher ausgeklammert ist das Kohlekraftwerk (KoKW) Moorburg, weil es nicht der Stadt Hamburg gehört, sondern dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall. Im Gegensatz zu den städtischen KoHKW in Wedel und Tiefstack, die beide Wärme für das Hamburger Fernwärmenetz liefern, produziert das KoKW Moorburg ausschließlich Strom, der immer öfters nicht für die Versorgung Hamburgs gebraucht wird.

Aufgrund andauernder wirtschaftlicher Verluste mit dem Kohlekraftwerk hat Vattenfall daher im Sommer 2020 mitgeteilt, gegen eine Entschädigungssumme das Kohlekraftwerk möglicherweise bereits 2021 im Zuge des bundesweiten Kohleausstiegs vom Netz zu nehmen. Die Entscheidung darüber unterliegt einem gesetzlich geregelten Auktionsverfahren und wird Ende dieses Jahres getroffen.

Weil das KoKW Moorburg nur Strom erzeugt, ist die Abschaltung vergleichsweise einfach, da bereits heute Wind- und Sonnenstrom oft den Kohlestrom hier im Norden ersetzen können.

Wegen der Verbindung mit dem Fernwärmenetz ist die Abschaltung der KoHKW in Wedel und Tiefstack nicht so einfach. Für das KoHKW Wedel existiert inzwischen ein politisches Ersatzkonzept mit einer Konzentration neuer Erzeugungsanlagen (zwar auch mit erneuerbaren Quellen, leider aber vor allem mit Erdgas und Wärme aus Müllverbrennung), dessen Umsetzung begonnen hat und bis 2025 abgeschlossen sein soll.

Für das KoHKW Tiefstack gibt es noch kein entsprechendes Konzept. Daher müssen sich die Anstrengungen aller Kräfte, die an einer möglichst frühen Umsetzung des Kohleausstiegs noch weit vor 2030 interessiert sind, auf die Erarbeitung eines solchen Konzeptes konzentrieren. Die Kernaufgabe lautet, wie künftig ohne Kohle- und auch ohne Erdgasverbrennung die benötigte Wärme für das Fernwärmenetz bereitgestellt werden kann.

Die aus der Volksinitiative „Tschüss Kohle“ hervorgegangene Kampagne „#TschuessKohle“ arbeitet daher daran, zusammen mit der Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung ein übergreifendes Konzept zu erstellen, mit dem der Einstieg in den Ausstieg auch am Standort Tiefstack möglichst schnell und möglichst klimafreundlich umgesetzt werden kann.

Daher wirken auch drei Vertreter*innen von #TschuessKohle auch in dem frisch eingesetzten „Beteiligungsgremium Tiefstack (BGT)“ mit, in dem ohne politischen Einfluß 10 Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Verbänden über mögliche verschiedene Ideen und Ansätze diskutieren und zusammen mit der BUKEA und der Wärme Hamburg ein finales Konzept finden wollen.

Wir als Vertreter*innen von #TschuessKohle verstehen uns dabei bewußt als Stimmen der Zivilgesellschaft in dem Gremium und haben den Anspruch, Ideen und Eingaben von außerhalb in die BGT-Expertenrunde hineinzutragen.

Zu diesen möglichen Ideen und Eingaben und dem Prozeß des BGT im allgemeinen möchten wir uns mit Interessierten austauschen.

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